Andreas Stoch auf Tour in Gerstetten

Veröffentlicht am 24.11.2017 in Wahlkreis

Im Rahmen seiner regelmäßigen Wahlkreisbesuche kam der Heidenheimer SPD-Landtagsabgeordnete und Stuttgarter Fraktionschef Andreas Stoch nach Gerstetten. Bürgermeister Roland Polaschek fuhr ihn persönlich im gemeindeeigenen E-Mobil zu den einzelnen Stationen und informierte den Abgeordneten gemeinsam mit Vertretern seiner Verwaltung.

In Dettingen führte Polaschek mit Ortsvorsteherin Anette Lindenmaier und Ortsbaumeister Bernd Müller (Foto) durch den beeindruckenden Neubau der Lindehalle, deren Fertigstellung für kommendes Frühjahr geplant ist und um deren Förderung die Gemeinde lange kämpfen musste. Stoch konnte sich vor Ort überzeugen, dass sich dieser Einsatz gelohnt hat. Die architektonisch kluge und vorwiegend mit Holz gebaute Halle wird den Ansprüchen für sportliche und kulturelle Veranstaltungen bestens genügen.

Im Dorfladen in Heuchlingen begrüßten Ortsvorsteher Frank Schied und Horst Beck, Geschäftsführer der Dorfladen UG, die Gruppe und informierten über das weitgehend regional ausgerichtete Sortiment und die Entwicklung des Projekts. Das frühere Schulgebäude biete jetzt mit Dorfladen und Café, Ortschaftsverwaltung und Geldautomat eine zentrale Anlaufstelle für die Heuchlinger. Schied konnte dem Abgeordneten bestätigen, dass die Menschen nach dem Bau der Ortsumgehung in Bauvorhaben investieren. „Diese Aufbruchsstimmung müssen wir aufnehmen und weiter transportieren“, pflichtete Polaschek bei, dem die innerörtliche Entwicklung des Teilorts ein großes Anliegen ist. Auch nach Wunsch der Bürger sollen hier unter anderem barrierefreie Wohnungen für alle Generationen entstehen.

Für Gussenstadt plant die Gemeindeverwaltung, nachdem der Kindergarten in der Turnstraße aufgrund eines Wasserschadens nicht mehr nutzbar ist, Gemeindehalle und Kindergarten eine neue Heimat unter einem Dach zu geben. Gemeinsam mit der Schule, dem Feuerwehrmagazin und einem Festplatz soll so ein dörfliches Zentrum entstehen. Diese Investition lohne sich, so Polaschek auf Nachfrage Stochs, denn der Kindergarten sei derzeit gut belegt und die Geburtenrate steige. Vor dem abschließenden Gespräch im Gerstetter Rathaus besuchte Stoch die Bücherei in der Gartenstraße. Diese soll im Stelzenbau im Bildungszentrum untergebracht werden. So könne Barrierefreiheit und die Nähe zur Schule gewährleistet und gleichzeitig der sehr zugige Schulhof windgeschützt werden. Stoch begrüßt die Nähe zum Bildungszentrum, weil Schule und Bibliothek zusammengehören.

Im Rathaus informierte der Bürgermeister über die Pläne der innerörtlichen Entwicklung der Gemeinde. Es bestehe große Nachfrage nach Bauplätzen, aber auch nach Mietwohnungen. Die Gemeinde werde große Anstrengungen unternehmen, um junge Familien mit Kindern zu gewinnen, aber auch, um ältere Menschen, die aus ihren Häusern in kleinere Wohnungen umziehen möchten, im Ort zu halten. Stoch betonte, dass hier über die Bedarfe neu nachgedacht werden müsse.

Zwei immens wichtige Themen wollte die Gemeinde dem Abgeordneten mit auf den Weg nach Stuttgart geben: Sowohl bei der geplanten Nahwärmeversorgung als auch beim Breitbandausbau habe Gerstetten große Pläne, könne aber kaum mit der dringend benötigten Förderung rechnen. Hier kritisiert Polaschek die praxisfernen Förderrichtlinien, welche in einer so großflächigen Gemeinde wie Gerstetten kaum einzuhalten seien. Stoch pflichtete dem bei und kritisierte die „Sonntagsreden“ der Landesregierung, die bei ihren aktuellen Haushaltsverhandlungen ihren kommunalfeindlichen Kurs weiterfahre: „Es muss viel mehr Geld in den Topf!“ Auch bei der Trinkwasserversorgung brauche die Gemeinde und der Zweckverband Wasserversorgung Ostalb mehr Unterstützung durch das Land. Stoch versprach, diese Themen mit nach Stuttgart zu nehmen und sich auch zukünftig für die finanzielle Förderung von Gemeindeprojekten im Regierungspräsidium sowie in den zuständigen Ministerien stark zu machen.

 
 

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Leni Breymaier

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