Andreas Stoch besucht Niederstotzingen

Veröffentlicht am 27.01.2011 in Wahlkreis

Martin Däumling, Theodor Feil, Andreas Stoch und Andreas Windmüller in der Villa Kaleidos (v.l.)

Im Rahmen seiner Dialogtour besuchte der SPD-Landtagsabgeordnete Andreas Stoch in Begleitung von Gemeinderäten und SPD-Ortsvereinsmitgliedern Niederstotzingen.

Erste Station war das Kinderhaus „Villa Kaleidos“, das in der Trägerschaft der evangelischen Kirchengemeinde Betreuungsmöglichkeiten für Kinder im Alter von einem bis zwölf Jahren bietet. Andreas Windmüller, Leiter des Kinderhauses, erläuterte das vielfältige Angebot von der Kinderkrippe über die Kinderbetreuung im Vorschulalter, verlängerten Öffnungszeiten und Ganztagesangeboten bis hin zum Hortbetrieb für Schulkinder mit Hausaufgabenbetreuung. Alle 95 Plätze seien derzeit belegt, für einzelne Angebotsformen bestünden sogar Wartelisten. Andreas Stoch zeigte sich beeindruckt vom großzügigen Raumangebot des Kinderhauses, das im Landkreis und darüber hinaus als vorbildlich gelte. Nur mit solchen Einrichtungen könne der Anspruch Baden-Württembergs verwirklicht werden, Kinder- und Bildungsland zu sein, kommentierte Stoch. Deshalb müsse das Land die Kommunen finanziell entlasten und sich stärker an den Betriebskosten beteiligen.

Im anschließenden Gespräch mit dem evangelischen und katholischen Pfarrer bestätigte Pfarrer Weinzierl, dass mit dem Kinderhaus Vorbildliches geschaffen wurde: „Hier handelt es sich tatsächlich um eine Win-Win-Situation von bürgerlicher und kirchlicher Gemeinde.“ Die Kirchenvertreter lobten das hohe gesellschaftliche Engagement der Bürger, auch hinsichtlich der ökumenischen Zusammenarbeit. Einig waren sich die Diskussionsteilnehmer bei der Forderung nach mehr Bildungsgerechtigkeit. Auch die Kirche leiste hier im Bereich der Kin-derbetreuung, auch von sozial Benachteiligten, einen wertvollen Beitrag. Die Kirche über-nehme hier auch einen Großteil der Integrationsaufgabe, betonte Pfarrer Zorn.

Ebenfalls lobte Stoch die Bereitschaft der Kirchen, sich auch in politischen und gesellschaft-lichen Fragen zu Wort zu melden. Beispielhaft sei die kritische Haltung der evangelischen Kirche zur Atompolitik der Bundesregierung, dem sie mit ihrer Stellungnahme zur Laufzeit-verlängerung von Atomkraftwerken Ausdruck verlieh.

Beim anschließenden Gespräch mit Bürgermeister Gerhard Kieninger im Rathaus war man sich einig, dass die kommunale Ebene sehr häufig bei der Finanzierung wichtiger Aufgaben im Stich gelassen werde. Stoch betonte, dass bei der Delegierung von Aufgaben auf die Kommunen das Konnexitätsprinzip beachtet werden müsse, dass also die Kommunen auch die notwendigen Finanzmittel zur Erfüllung dieser Aufgaben erhalten müssen. Daneben ging es neben den hochaktuellen kommunalpolitischen Themen Projektstopp für das Vorhaben Archäopark am Vogelherd und Schließung des Freizeitbades Lonido auch um die Verkehrs-belastung der Ortsdurchfahrt und den Planungsstillstand für eine Ortsumfahrung im Zuge der Landesstraße 1165 oder die geplante Neuabgrenzung des Wasserschutzgebietes. Andreas Stoch stellte darüber hinaus auch das bildungspolitische Konzept der SPD vor, nachdem auch in Niederstotzingen eine weiterführende Schule existieren könnte.

 
 

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