Andreas Stoch kritisiert CDU-Kampagne zum Erhalt der Realschulen

Veröffentlicht am 07.03.2013 in Pressemitteilungen

"Die Realschulen sind durch die Einführung der Gemeinschaftsschule nicht gefährdet!“, reagiert Kultusminister Andreas Stoch auf den HZ-Bericht vom 28.02.2013 „Die Schule des sozialen Aufstiegs“ zur Veranstaltung der CDU-Landtagsabgeordneten Bernd Hitzler und Karl-Wilhelm Röhm im Sontheimer Ochsen.

„Die Realschulen bieten ihren Schülerinnen und Schülern sehr gute Perspektiven und werden noch lange fester Bestandteil der Schullandschaft in Baden-Württemberg bleiben", unterstreicht Stoch. Mit ihrer landesweit geschalteten Kampagne "Wir kämpfen für unsere Realschule" gehe es der CDU-Landtagsfraktion lediglich wieder einmal mehr darum, Ängste bei Schülern, Eltern und Lehrern zu schüren, teilt Stoch mit. Behauptungen, die Landesregierung wolle die Realschulen abschaffen, seien absolut falsch und sorgten lediglich für Verunsicherung. Der Kultusminister stellt klar, dass die Weiterentwicklung zur Gemeinschaftsschule ein freiwilliges Angebot sei. Es gebe keinerlei Verpflichtung. Während das Kultusministerium Lösungen erarbeite, um Schulen trotz des Schülerrückgangs zu erhalten, bleibe die CDU bei ihren überholten Antworten, ohne selbst tragfähige Lösungen vorzuschlagen. „Selbst die Bundes-CDU ist hier weiter", kritisiert Stoch. Die Bildungspolitik der Landes-CDU erschöpfe sich darin, vehement am dreigliedrigen Schulsystem festzuhalten, während sie neue gesellschaftliche Herausforderungen vollkommen ignoriere.

Kultusminister Stoch hat schon vor Wochen verkündet, dass sich alle Schularten stärker mit der individuellen Förderung beschäftigen müssen. Dies sei gerade auch für die Realschulen geboten, da dort die Heterogenität der Schülerschaft besonders groß sei. Stoch wies die Behauptung der CDU zurück, dass für die Realschulen keinerlei "Anreize" geschaffen würden. Vielmehr seien die Realschulen im laufenden Schuljahr erstmals überhaupt mit einem Pool von 1,5 Lehrerwochenstunden für individuelle Förderung ausgestattet worden. Für das kommende Schuljahr sei zusätzlich geplant, den Realschulen für die achten Klassen im Rahmen der Kompetenzanalyse weitere zwei Wochenstunden zur individuellen Förderung zur Verfügung zu stellen. Demgegenüber habe die CDU während ihrer Regierungszeit die Realschulen allein gelassen und keine weiteren Ressourcen zugewiesen. "Die Tatsache, dass es sich bei der Realschule um eine Schule des sozialen Aufstiegs handelt, ist unbestritten. Seltsam ist nur, dass die CDU erst jetzt zu dieser Erkenntnis gekommen ist", befindet Stoch.

Stoch fordert die Oppositionspolitiker auf, endlich aufzuhören, einzelne Schularten gegeneinander auszuspielen: "Entscheidend sind weder Weg noch Struktur. Entscheidend ist, dass jedes Kind den für sich bestmöglichen Bildungsabschluss erreichen kann, unabhängig von Herkunft oder Geldbeutel der Eltern." Der ständige und oft polemische Protest der CDU-Abgeordneten gegen die Gemeinschaftsschule sei vollkommen fehl am Platz. Viele Kommunalpolitiker über alle Partei- und Fraktionsgrenzen hinweg begrüßen die Weiterentwicklung der Schullandschaft. Die Gemeinschaftsschulen stellen gerade für den ländlichen Raum eine riesige Chance dar.

 
 

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