Besuch im ASB-Seniorenzentrum in Giengen

Veröffentlicht am 27.09.2018 in Wahlkreis

Holger Helbig, Andreas Stoch, Harald Friese, Sabine Wölfle und Rosmarie Helbich im Garten des ASB-Seniorenzentrums

Andreas Stoch, Landtagsabgeordneter für den Landkreis Heidenheim und SPD-Fraktionschef im Stuttgarter Landtag, besuchte im Rahmen seines Aktionstages „Wohnen im Alter“ gemeinsam mit Sabine Wölfle, stellvertretende Vorsitzende und sozialpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion und Landesvorsitzende des Arbeiter-Samariter-Bundes auch das ASB-Seniorenzentrum in Giengen.

Zum Vororttermin in der Planiestraße fanden sich neben Rosmarie und Horst Helbich vom Vorstand des Kreisseniorenrats auch Oberbürgermeister Dieter Henle und die Stadt- und Stadtsenioren-Rätinnen Christine Mack und Inge Stoch ein. Die gesamte Spitze des ASB Heilbronn-Franken mit Vorsitzendem Harald Friese, Geschäftsführer Rainer Holthuis und Stellvertreter Franz Czubatinski ist nach Giengen gekommen, um ihre Landesvorsitzende Sabine Wölfle und Andreas Stoch willkommen zu heißen.

Holger Helbig als Vertreter der Hausleitung führte durch die 2006 erbaute Einrichtung, die von der Tagespflege bis zur stationären Vollpflege ein breites Wohn- und Pflegeangebot bereithält. Für 2019 plane man den Aufbau eines ambulanten Pflegedienstes, um alles aus einer Hand anbieten zu können, kündigt Friese an. Problematisch sei auch hier der Fachkräftemangel. So könne das Haus nicht voll beleget werden, obwohl Platz und Bedarf durchaus vorhanden seien, berichtete Helbig. Zugewanderte Menschen für Pflegeberufe zu gewinnen, könne ein Baustein sein, würde das Problem allein aber nicht lösen können, betont Stoch. Oberbürgermeister Henle wünscht sich eine bessere Förder- und Anreizstruktur für junge Menschen, in die Pflege zu gehen. Das Ansehen und die Vergütung dieser Arbeit seien wichtige Stellschrauben. Der ASB sei bisher gut damit gefahren, viel in die Ausbildung eigener Azubis zu investieren, erklärt Friese. Probleme bei der Nachwuchsgewinnung seien bisher auf bestimmte Regionen reduziert.

Eine weitere Frage sei auch, wie man die vorhandenen Angebote besser an die Menschen heranbringen könne, warf Stoch ein. Dezentrale und mit der Kommune und den Vereinen vernetzte Einrichtungen seien wichtig, um eine hermetische Abriegelung zu verhindern und Berührungsängste abzubauen, unterstrich Wölfle. Hilfreich seien hier die zentrale Lage der Einrichtung und die gute Zusammenarbeit mit der Stadt, hob Friese hervor. Oberbürgermeister Henle attestierte dem ASB, in Giengen gut aufgestellt zu sein. Die Kooperation mit dem Betreuten Wohnen und vor allem die im Haus befindliche Begegnungsstätte binde das Seniorenzentrum ins gesellschaftliche Leben ein und diene als Türöffner. Die direkte Nachbarschaft zum Kindergarten könnte mehr genutzt werden, wünscht sich Helbig. OB Henle verwies darauf, dass bis 2035 über 8 Prozent der Einwohner hochbetagt sein werden. „Daher müssen wir dringend innovative neue Wohn- und Versorgungsformen finden, die sich in den Sozialraum öffnen“, so das Stadtoberhaupt. Das werde in den nächsten Jahren weiter zunehmen. Um diese demografische Herausforderung zu meistern, erarbeite die Stadt derzeit gemeinsam mit der DHBW Heidenheim ein entsprechendes Konzept.

 
 

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