Selbsthilfegruppen verdienen mehr Aufmerksamkeit und Anerkennung

Veröffentlicht am 24.01.2012 in Pressemitteilungen

Ministerin katrin Altpeter und Andreas Stoch im Gespräch mit Vertretern der Selbsthilfegruppen

Sozialministerin Katrin Altpeter MdL begrüßte im Rahmen ihrer Bereisung im Landkreis Heidenheim rund 30 Vertreterinnen und Vertreter der örtlichen und regionalen Selbsthilfegruppen. Im Beisein von SPD-Landtagsabgeordneten Andreas Stoch und Josef Bühler von der AOK Ostwürttemberg sprach sich zunächst Klaus Köder von der Kontaktstelle für gesundheitliche Selbsthilfegruppen bei der AOK dafür aus, dass die Politik in Bezug auf die Anerkennung der Selbsthilfegruppen weg von den Sonntagsreden kommen sollte.

Der persönliche Vorortbesuch der Sozialministerin und das gemeinsame Gespräch mit den ehrenamtlich Tätigen in den Selbsthilfegruppen sei ein positives Signal für einen neuen Politikstil. In der anschließenden regen Diskussion wies Ministerin Altpeter darauf hin, dass für die Landesregierung die Selbsthilfegruppen eine wichtige Säule in der in Aufbau befindlichen „Gesundheitsstrategie Baden-Württemberg“ seien. Die Interessen der Patienten sollten in den Mittelpunkt der Gesundheitsprävention gestellt werden. So sei es geplant, in regionalen Gesundheitskonferenzen mit den Beteiligten, insbesondere auch den Selbsthilfegruppen die Ziele der Prävention zu beraten. Im Landeshaushalt würden zudem die Selbsthilfegruppen mit rund 220.000 Euro jährlich gefördert.

Auf Anregung aus dem Teilnehmerkreis sagte Katrin Altpeter zu, sich verstärkt für die Anerkennung und Wertschätzung der ehrenamtlichen Tätigkeit der Selbsthilfegruppen, vor allem im betrieblichen Alltag einzusetzen. Hier müsse man darauf achten, dass es durch die zunehmend umfangreicheren Aufgabenstellungen nicht zu einer Überlastung der verantwortlichen Gruppenteilnehmer oder sogar zu einem Missbrauch ehrenamtlichen Engagements komme. Auch werde die Ministerin im Rahmen der Kontakte mit den kommunalen Spitzenverbänden darauf dringen, dass die dezentral in den Städten und Gemeinden angesiedelten Selbsthilfegruppen eine aktive logistische und organisatorische Unterstützung durch die Kommunen erfahren.

MdL und Kreisrat Andreas Stoch lobte die engagierte Arbeit der örtlichen Selbsthilfegruppen im Landkreis. Er sagte zu, sich im Rahmen der aktuellen Ausschreibung von Leistungen des öffentlichen Personennahverkehrs im Landkreis Heidenheim dafür einzusetzen, dass die wichtige Thematik der Barrierefreiheit im ÖPNV angemessen berücksichtigt werde.

 
 

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