Stoch kritisiert Pläne zur Elektrifizierung der Brenzbahn erst nach 2030

Veröffentlicht am 13.04.2018 in Pressemitteilungen

Gemeinsam mit seinem Ulmer Parlamentskollegen Martin Rivoir wandte sich der SPD-Landtagsabgeordnete und Fraktionschef in Stuttgart, Andreas Stoch, mit einem Schreiben an Verkehrsminister Winfried Hermann und kritisierte dessen jüngst veröffentlichtes Konzept zur zeitlichen Abfolge der Elektrifizierung des baden-württembergischen Schienennetzes.

In diesem Schreiben drücken die beiden Parlamentarier deutliches Befremden gegenüber den Plänen Hermanns für die Elektrifizierung von Bahnstrecken im Land aus. Vor alIem die mangelnden Perspektiven für eine Elektrifizierung der Brenzbahn machen Stoch große Sorgen.

„Die Brenzbahn ist zentraler Bestandteil für den Aus- und Aufbau der Region-S-Bahn Donau-Iller“, kritisiert Stoch die Vorschläge des Verkehrsministers, die Brenzbahn erst in der dritten Tranche zu elektrifizieren. „Eine Elektrifizierung erst nach 2030 bedeutet, dass die Donau-Iller-S-Bahn auf lange Sicht das einzige S-Bahn-Netz in Baden-Württemberg sein wird, dass nicht voll elektrifiziert ist, sondern teilweise noch Diesel-betrieben fährt. Damit fallen wichtige Synergieeffekte und Umlaufoptimierungen weg, von der Luftreinhaltung ganz zu schweigen“, so Stoch. Das werfe den Schienenpersonennahverkehr im östlichen Landesteil auf Jahre zurück.

Stoch fordert gemeinsam mit Rivoir, diese Planungen nochmals zu überdenken und die Brenzbahn bereits in der ersten Tranche bis 2021 zu elektrifizieren und sich entsprechend für Mittel des Bundes zu bemühen, welche in den nächsten Jahren reichlich zur Verfügung stünden. „Es kann nicht sein, dass wir hier bis zum Sankt Nimmerleinstag auf die Elektrifizierung warten müssen, schließlich führt die Brenzbahn durch eine der am stärksten industrialisierten Regionen des Landes“, reklamiert Stoch.

 
 

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