Weiter eigenständige Arbeitsagentur für Ostwürttemberg

Veröffentlicht am 20.10.2011 in Pressemitteilungen

Als vernünftig wertet SPD MdL Andreas Stoch die Entscheidung, die Agentur für Arbeit als eigenständige Behörde für die Region Ostwürttemberg beizubehalten. Damit sei die zunächst angedachte Fusion mit der Arbeitsamtsbehörde in Ulm vom Tisch. Für die Region Ostwürttemberg sei diese Weichenstellung ein positives Zeichen für den Erhalt und die Entwicklung des eigenständigen Arbeitsmarktes.

Stoch vertritt die Auffassung, dass diese Entscheidung nun auch von allen Beteiligten in der Wirtschaftsregion als Chance begriffen werden müsse und eine vertiefte enge Zusammenarbeit zwischen Politik, Wirtschaft und Agentur für Arbeit anzustreben sei. Dazu zähle auch, dass die Geschäftsstelle der Agentur für Arbeit in Heidenheim gestärkt und nach dem vorgesehenen Wechsel des derzeitigen Leiters Norbert Bach zum Jobcenter Heidenheim wieder kompetent besetzt werde. Ziel müsse bleiben, Bestand, Qualität und Service der Arbeitsbehörde langfristig und nachhaltig zu sichern.

Als ein weiteres gemeinsames Handlungsfeld sieht der Landtagsabgeordnete Andreas Stoch den Kampf gegen den Missbrauch der Leiharbeit und dessen zunehmende negativen Auswirkungen, insbesondere des Lohndumpings und des Unterlaufens des gesetzlichen bzw. tarifvertraglichen Kündigungsschutzes. Hierzu sei nach den neuen gesetzlichen Regelungen die Agentur für Arbeit zuständig. Stoch kritisierte in diesem Zusammenhang, dass trotz dem Boom bei der Leiharbeit die Zahl der BA-Kontrolleure bundesweit nur um 25 auf knapp 100 gestiegen sei. Diese Schwachstelle bedürfe der Klärung.

Stoch vertritt ferner die Auffassung, dass es sich gerade die Wirtschaft in der Region Ostwürttemberg und im Landkreis Heidenheim in Anbetracht der öffentlich formulierten Nachfrage nach qualifizierten Fachkräften nicht erlauben könnten, über befristete oder unterbezahlte Arbeitsverhältnisse den eigenen Arbeitskräftebedarf zu befriedigen. Dazu zähle auch, dass unbedingt junge Menschen nach erfolgreichem Abschluss ihrer Ausbildung in eine verlässliche Beschäftigung übernommen werden müssten. Nur auf diesem Wege sei auch zu vermeiden, dass eine weitere Abwanderung qualifizierter junger Menschen in andere Wirtschaftsräume stattfinde.

Stoch sieht daher in der weiteren guten und engen Zusammenarbeit mit der Agentur für Arbeit Ostwürttemberg die Chance, auch zukünftig die drängenden Aufgaben und Probleme auf dem Arbeitsmarkt in Region und Landkreis nachhaltig lösen zu können.

 
 

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