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Andreas Stoch im Gespräch mit Bürgermeister Daniel Vogt

12.12.2019
Herbrechtingen

Der Heidenheimer SPD-Landtagsabgeordnete und Chef von Landtagsfraktion und Landespartei, Andreas Stoch, besuchte den neuen Bürgermeister Daniel Vogt im Herbrechtinger Rathaus und erkundigt sich über aktuell anliegende Themen in der Buigengemeinde. 

Bürgermeister Vogt und der SPD-Abgeordnete Andreas Stoch (rechts) haben einander bekannt gemacht. Mit dabei: Beigeordneter Thomas Diem (Mitte).

Bürgermeister Vogt freut sich über den Antrittsbesuch des örtlichen Abgeordneten und berichtet im Beisein des Ersten Beigeordneten Thomas Diem über seine bisherigen Erfahrungen als Stadtoberhaupt Herbrechtingens. Inzwischen habe er sich gut eingearbeitet und erfreue sich der Unterstützung durch das Rathaus-Team und den Gemeinderat. Die großen Umgestaltungen in der Innenstadt und der Bau der neuen Bibrishalle, die auch vom Land stark gefördert wurden, haben die Entwicklung Herbrechtingens weiter vorangetrieben. 

Der nächste große Meilenstein wird die dringend notwendige Sanierung des Bibrisschulzentrums sein. Dies sei mit der Einführung der Gemeinschaftsschule bestens aufgestellt, denn alle Abschlüsse können unter einem Dach angeboten werden, findet der frühere Kultusminister. „Aber auf die Stadt kommen hier immense Kosten zu“, berichtet Vogt. Die geschätzten Kosten von 20 Millionen Euro je Baukörper, in Summe inklusive Baunebenkosten und Kostensteigerungen 60 Millionen Euro, seien realistisch und entsprächen dem Durchschnitt, erläutert Diem die Summe. „Schließlich handelt es sich um drei Schulen, wobei zwei nicht sanierungsfähig sind und neu gebaut werden müssen.“ Mit der Aufteilung der Sanierung in drei vernünftig darstellbare Bauabschnitte habe die Stadt eine gute Lösung gefunden, welche in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats vorgestellt wurde. Zur erhofften Bundes- und Landesförderung benötigt die Stadt weitere Mittel aus dem Ausgleichsstock, um dieses Großprojekt stemmen zu können. Stoch sagt hier seine volle Unterstützung zu.

Weitere wichtige Zukunftsthemen sieht Vogt in einer neuen Mobilität, wobei vor allem die Radwegekonzeption und der Ausbau der Infrastruktur für die E-Mobilität im Zentrum stehen sollen. Auch die Erschließung neuer Baugebiete sei dringend nötig. Auf Stochs Nachfrage erklärt Vogt, dass es kaum noch Möglichkeiten zur weiteren Nachverdichtung gebe und auch kein großflächiger Leerstand in der Stadt besteht. Die Nachfrage nach Bauplätzen sei groß und werde mit dem Bahnausbau der Schnellstrecke Stuttgart-Ulm weitersteigen. Der geplante abschnittsweise Ausbau der Brenzbahn müsse dafür aber unbedingt vorangetrieben werden, sind sich Stoch und die Vertreter der Stadt einig. Allerdings dürfe die Frage nach Wohnraum für Menschen mit geringerem Einkommen nicht vergessen werden, mahnt Stoch. Hier sehe man in der Kreisbau grundsätzlich einen guten Partner für zukünftige Projekte. Auch was den Einzelhandel betrifft, gebe es mit hauptsächlich inhabergeführten Läden wenig Leerstand in Herbrechtingen. Problem ist und bleibt das Buigencenter. Die Stadt bemüht sich, es in kommunale Hand zu bekommen. Auch der Breitbandausbau sei für die Stadt als Standortfaktor essentiell. Stoch sieht dies als Teil der Daseinsvorsorge und damit den Staat in der Pflicht

Stochs Herzensanliegen ist die frühkindliche Bildung, die für ihn als Teil der Bildung Landesaufgabe ist und deswegen für die Familien kostenfrei sein soll. Denn die Bildungschancen von Kindern dürfen nicht vom Geldbeutel der Eltern oder der Finanzkraft der jeweiligen Kommune abhängig sein. Dabei dürften die Kosten aber nicht auf die Kommunen abgewälzt werden. In Herbrechtingen sei der Bedarf an Kitaplätzen derzeit noch gedeckt, werde sich aber zuspitzen, vor allem im U3-Bereich und in Bolheim. Vogt geht deswegen davon aus, dass in zwei bis drei Jahren neue Plätze geschaffen werden müssen.