Der Heidenheimer SPD-Landtagsabgeordnete Andreas Stoch besuchte Prof. Dr. Marcus Hoffmann, der im Mai feierlich in sein neues Amt als Rektor der DHBW Heidenheim eingesetzt wurde, und erkundigte sich über die aktuelle Situation der Hochschule. Derzeit studieren knapp 2400 Studierende in 26 Studiengängen in vier Fachbereichen und mit 900 dualen Partnern an der DHBW. Einig ist man sich, dass sie für den Standort Heidenheim eine wichtige Rolle spiele: Zum einen für die jungen Menschen hier, insbesondere für die Jugendlichen, die nicht aus Familien mit akademischem Hintergrund kommen. Zum anderen für die Unternehmen unserer Region. Denn die DHBW gewährleiste, dass junge Menschen als dringend benötigte Fachkräfte hier in der Region bleiben oder aus anderen Regionen hierherkommen.
Durch die mittlerweile vollzogene bauliche Erweiterung sind gute Voraussetzungen gegeben, weiter zu wachsen. Hoffmann legte dar, dass sein erklärtes Ziel sei, „die Würfel vollzubekommen“. Deswegen setze man u.a. verstärkt auf Bildungspartnerschaften, die den Übergang von der Schule an die Hochschule begleiten und die DHBW stärker in den Fokus von Schülerinnen und Schülern rücken sollen. Hinsichtlich des Lehrpersonals sei die DHBW gut aufgestellt, alle Professuren seien besetzt oder derzeit in Besetzung, berichtete Hoffmann. Viele Verträge konnten entfristet werden. Durch die aktuelle Situation der öffentlichen Kassen steige allerdings der Kostendruck, der durch die angestrebte Erhöhung der Studierendenzahlen entschärft werden könne.
Stoch begrüßt eine frühe Berufs- und Studienorientierung und hat als Kultusminister eigens ein Unterrichtsfach dafür im Schulgesetz verankert. Gerade für die DHBW sei es wichtig, dass junge Menschen dieses Angebot kennen lernen können. „Wir haben hier ein bewährtes Studienkonzept für ein intensives Studium mit gutem Studienstart und enger Betreuung, starker Performance und hoher Übernahmequote durch die Partnerunternehmen“, pflichtete Hoffmann bei. Er möchte zukünftig auch mehr auf die Themen der dualen Partner eingehen, denn gerade darin bestehe die Stärke der DHBW. Auch in der „Zukunftsinitiative Ostwürttemberg“ sieht Hoffmann großes Potential. Es gehe schließlich nicht nur um den Wettbewerb um junge Menschen, sondern auch um einen Wettbewerb der Regionen.
Für das Image der Hochschule sind auch die Rahmenbedingungen in der Stadt Heidenheim von großer Bedeutung. Hinsichtlich der Belebung der Innenstadt und für ein gutes Kulturangebot sei Hoffmann im Austausch mit dem Oberbürgermeister. Auch ausreichend bezahlbarer Wohnraum sei für eine belebte Studentenstadt wichtig, unterstrich Stoch. Viele pendeln oder wohnen noch bei den Eltern und seien am Wochenende nicht in Heidenheim, räumte Hoffmann ein, man arbeite aber gemeinsam mit der Studierendenvertretung daran, die Studierenden auch am Wochenende vor Ort zu halten, z. B. durch den Wettbewerb „Formula Student“. Gespannt schaue man nun auf die neue Landesregierung und die kommende Haushaltsaufstellung, insbesondere im Wissenschaftsbereich. Stoch sagte seine Unterstützung zu und wünschte dem neuen Rektor für sein Amt alles Gute.
