Tag der Arbeit: Wir haben zu tun!

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Tag der Arbeit: Wir haben zu tun!

Bei mir in Heidenheim fällt der 1. Mai aus, bei Euch wird es wahrscheinlich nicht anders sein. Ja, es gibt Online-Veranstaltungen, aber gerade am Maifeiertag fehlen einem die üblichen Traditionen doch sehr. In der Wolle gefärbte Sozialdemokratinnen und Sozialdemokaten werden wissen, was ich meine: Viele von uns waren Kinder, als sie zum ersten Mal mit Mama und Papa auf den 1. Mai gingen, und der Marsch durch die Stadt, die Fahnen, die Grillwurst im Wecken und „Brüder zur Sonne, zur Freiheit“ – das steckt einem ganz tief drin, und ohne all das fühlt sich der 1. Mai einfach nicht richtig an. Es ist wie ein Volksfest, wie Brauchtum. Macht man eben so. Weiterlesen

Ein Märchen in Grün-Gelb

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Ein Märchen in Grün-Gelb

Lange her, dass es hier etwas Neues gab, aber ich denke, ich muss nicht erklären, warum das so ist. Wahlkampf bis auf den letzten Drücker, dann ein extrem spannender Wahlabend, an dem es immer wieder mal so aussah, als könne es entgegen allen Prognosen doch noch für Grün-Rot reichen. Zittern mit Kolleginnen und Kolleginnen aus der Fraktion, für die es teils traurigerweise nicht mehr in den Landtag gereicht hat. Aber auch Freude mit vielen neuen Kolleginnen und Kollegen.

Und dann natürlich: Die Sondierungen in Stuttgart, die Frage, ob in den kommenden fünf Jahren eine neue Landesregierung möglich ist, eine Ampelkoalition. Und auch das muss ich nicht erklären: Am Ende hat es nicht sollen sein, vor allem der Ministerpräsident hat mit viel Druck und gegen massive Widerstände in den eigenen Reihen eine zweite grün-schwarze Koalition durchgesetzt. Dass ich das für eine vertane Chance halte, für einen folgenreichen Fehler – all das habe ich seither immer wieder öffentlich gesagt. Doch mich ärgert nicht nur das Ergebnis, sondern auch die Begründung. Seit dem Aus der Ampel-Option wird fleißig an einem gefälligen Märchen gestrickt, und zwar von gleich zwei Seiten. Doch deswegen wird das Märchen eben nicht wahrer. Weiterlesen

Das könnte Euch so passen

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Das könnte Euch so passen

Ihr werdet es mitbekommen haben, dass in jüngster Zeit ein tolle neue Idee die Runde macht: Wer jetzt noch über die politischen Maßnahmen gegen die Pandemie diskutieren will, wer Mängel oder Fehler anspricht, der versündigt sich. Weil er das Thema „parteitaktisch“ ausschlachtet, heißt es dann. Weil er Wahlkampf machen will. Pfui, pfui, pfui. Weiterlesen

In Erklärungs-Not

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In Erklärungs-Not

Jetzt sind es die Schlittenfahrer. Schlimm, schlimm, schlimm. Im Schwarzwald und auch bei mir auf der Alb gibt es rappelvolle Hänge, Staus auf den Zufahrten und ein Gewühl an Menschen auf den Hängen. Nicht selten muss die Polizei kommen.

Das muss nicht sein, das darf nicht sein, und es ist natürlich ein Schlag ins Gesicht all unserer Bemühungen, diese vermaledeite Pandemie in den Griff zu bekommen. Aber der Zorn, der im Netz zu lesen, ist, die Wut auf die „Wintersportidioten“… ich werde da nicht sauer, sondern nachdenklich. Wenn eine Familie mit ihrem Kind zum Schlittenfahren geht, ist das vollkommen legal, und an einem einsamen Hang fänden wir das alle prima, ja sogar empfehlenswert: Ja, geht raus an die frische Luft! Habt ein wenig Spaß, jetzt wo mal etwas Schnee liegt!

Nur: an einem übervollen Hang ist es eben nicht prima. Aber verstehen das alle? Haben wir allen die Chance gegeben, es zu verstehen? Weiterlesen

Besseres Neues!

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Besseres Neues!

An der Überschrift können wir merken, wie eingefahren wir sind. „Besseres Neues“ klingt komisch, man denkt unwillkürlich nach, was es heißen soll. Stände dort „Gutes Neues!“ würden wir nicht eine Sekunde darüber nachdenken. Sagt man so. Kennt man so. Ist ganz normal.

Ich will Euch und uns allen aber nicht nur ein gutes, sondern ein besseres neues Jahr wünschen. Und ich will, dass wir darüber nachdenken, was das heißt. Erst Recht, wenn wir nicht mehr wirklich nachdenken, wenn wir uns ein gutes neues Jahr wünschen. Weiterlesen

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