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Das Maß ist voll

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Das Maß ist voll

Auf dem Parteitag der Landes-SPD in Heilbronn habe ich das auch schon gesagt, aber für alle, die weder dort waren noch den Parteitag im Netz verfolgten, sage ich das gerne noch einmal: Die von Olaf Scholz angeführte Bundesregierung aus SPD, Grünen und FDP hat in der ersten Hälfte dieser Legislatur eine Menge gute Arbeit geleistet. Das kann man messen, das kann man nachweisen. Und wer sich nicht völlig in die Tasche lügt, muss zugeben: Im Jahr 2022 lag die Nation über Monate in heller Panik über einen eiskalten und finsteren Winter ohne russisches Gas. Keine der vielen, vielen Horrorvisionen wurde wahr, die Bundesregierung hat das verhindert. Mit einem Kraftakt. Mit Mut. Und mit Erfolg.

Aber wer sich nicht völlig in die Tasche lügt, sieht auch: All diese immer ordentliche, oft gute und hier und da auch sehr gute Arbeit fällt nicht besonders auf. Das Bild, dass die Ampel in der Öffentlichkeit bietet, ist ein Bild fortwährenden Knatschs und ständigen Unfriedens, besonders unter den beiden kleineren Partnern. Und es ist ein schlechtes Bild. Weiterlesen

Augen zu – und nicht durch

Stochblog23

Augen zu – und nicht durch

Keine Bange, was ich jetzt sage, ist keine virologische Diagnose: Corona hängt mir zum Hals raus.

Wir gehen in den zweiten Winter dieser Pandemie, wieder steigen die Infektionszahlen dramatisch an, wieder stehen uns Beschränkungen ins Haus, wieder ist fraglich, wieviel öffentliches Leben uns in wenigen Wochen noch bleiben wird. Wieder sind die Krankenhäuser am Anschlag, wieder steht eine optimale medizinische Versorgung für uns alle auf dem Spiel. Weiterlesen

Hoffen statt Wissen?

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Hoffen statt Wissen?

„Optimisten sind meist nur schlecht informiert“, heißt es. Ich glaube nicht, dass das stimmt, aber ich verstehe worauf der Spruch hinauswill: Ein Optimismus, der alle Realitäten verkennt, kann auch keine realistische Hoffnung bieten.

Ja klar, wir sind schon wieder bei Corona, ich kann es auch nicht ändern. Und ich kann es auch nicht ändern, dass ich an vielen Punkten immer zorniger werde. Viel zorniger, als ich es im Frühjahr werden wollte. Damals haben wir uns in der Opposition vorgenommen, diese ernste Sache nicht zum Anlass für unnötiges Polittheater zu nehmen. Wir nahmen uns vor, die Sachargumente in den Vordergrund zu stellen, die Experten zu befragen.

All das ist jetzt bald neun Monate her. Und ich habe die Nase voll.

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